Umgangssprachlich wird dieses Bienenprodukt auch oft als „Bienenharz“ oder „Kittharz“ bezeichnet.
Die Bienen sammeln Propolis von den Knospen der Birke, Erle, Ulme und Edelkastanie, sowie von einigen Kräutern und, in geringem Maße, auch von den Knospen der Fichte und Kiefer. Damit bauen die Bienen im Hochsommer am Eingang des Bienenstocks einen Schutz gegen Eindringlinge. Außerdem „verkitten“ sie damit alle Ritzen im Stock, um sich gegen Regen und Kälte zu schützen.
Da in einem Bienenstock die Insekten auf engstem Raum bei etwa 35 °C und hoher Luftfeuchtigkeit zusammenleben, herrschen dort ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Krankheiten. Deshalb dient Propolis den Bienen dazu, in den Stock eingeschleppte oder vorhandene Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen in ihrer Entwicklung zu hemmen oder sogar abzutöten. Hierzu werden verschiedene Oberflächen, wie beispielsweise das Innere der Wabenzellen für die Brut, mit einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen.
Propolis ist kein Wundermittel. Ihre antibakterielle und antiseptische Wirkung ist Gegenstand der Forschung; belastbare Nachweise für eine Heilwirkung beim Menschen sind jedoch begrenzt.
Propolis wird traditionell als Tinktur, Salbe oder Puder angeboten.
Eine Anwendung ersetzt keine ärztliche Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie bitte Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Bei einer Allergie gegen Bienenprodukte sollte Propolis nicht verwendet werden.